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Wellness für Kühe

Wellnessurlaube erfreuen sich großer Beliebtheit. Verständlich, der Alltag ist für die meisten Menschen stressig. Entspannung ist wichtig, um seine Akkus wiederaufzuladen. Dafür wird richtig viel Geld investiert. Aber was ist unter dem Stichwort Wellness für Kühe zu verstehen?

Was meint man damit?

Es gibt Gemeinsamkeiten beim Wellnessangebot für Kühe und Menschen. So findet man in modernen Kuhställen auch Wasserbetten. Diese sollen der Kuh beim Verdauen helfen. Daneben gibt es elektrische Kratzbürsten im Stall. Diese massieren die Kühe an Kopf und Rücken. Dies dient dem Stressabbau. Auch eine Dusche und eine Klauenwaschanlage gibt es. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Huf und Klauenentzündungen. Die Kühe können sogar wählen, ob sie im Stall bleiben möchte oder auf die Weide gehen. Wirst du da auch ein bisschen neidisch?

Warum wird so viel Geld in das Wellnessangebot investiert?

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen soll es den Kühen gut gehen. Das andere Argument ist wirtschaftlicher Natur. Das Wellnessangebot steigert die Milchleistung der Kuh und damit den wirtschaftlichen Profit des Landwirts. Jedoch ist der Milchpreis zurzeit so niedrig, dass sich eine solche Investition in der Regel nicht lohnt. Das ist die Crux. Ich denke, viele Bauern möchten das Beste für ihre Tiere. Aber es muss auch wirtschaftlich realisierbar sein.

Für und Wider

Wärt ihr bereit einen höheren Preis für Milch und Milchprodukte zu zahlen, wenn dies die Lebensbedingungen der Kühe verbessert? Sollte man dies den Landwirten vorschreiben? Wäre das nicht aktiver Tierschutz?
Es ist eine schöne Vorstellung, dass alle Kühen ein Wellnessangebot erhalten. Allerdings ist es mit einigen Problemen verbunden. Sollte man nicht vielleicht doch lieber auf eine naturnahe Milchviehhaltung wie vor 100 Jahren zurückgehen? Dies würde die Lebensverhältnisse der Kühe verbessern und das Milchangebot reduzieren. Das wiederum würde zu einer Milchpreiserhöhung führen, sofern alle mitmachen. Doch ist dies realistisch?

Der Kuhreiher – Ein Freund und Helfer der Kühe

Habt ihr schon einmal etwas von Kuhreihern gehört?

Nur keine Sorge! Das sind keine Kühe, die sich übergeben. Es handelt sich hierbei um eine Vogelart. Diese kommt fast auf der ganzen Welt vor, mit Ausnahme der Antarktis. Sie sind sehr gesellige Vögel und brüten in großen Schwärmen.

Wie kommt der Kuhreiher zu seinem Namen ?

Die Erklärung ist ganz einfach. Kuhreiher findet man häufig in einer Herde auf Weiden. Er ist nicht so sehr an das Wasser gebunden wie andere Reiher. Die Nahrung der meisten Reiher befindet sich an beziehungsweise in Flüssen. Beim Kuhreiher ist das anders. Zurück zu den Weiden. Viele von ihnen werden von Kühen beweidet. Der Kuhreiher bewegt sich oftmals zwischen Kühen. Außerdem er sitzt auch gerne auf ihren Rücken. So kommt er zu seinem Namen.

Aber warum ist der Kuhreiher in Herden ?

Die Antwort ist simpel. Der Kuhreiher findet dort seine Nahrung. Große Tiere wie Schafe, Pferde oder Kühe schrecken Kleinstlebewesen und Insekten auf. Das ist für den Kuhreiher wie ein gut gedeckter Tisch. Er braucht sich nur noch zu bedienen. Oft findet man den Kuhreiher auch auf dem Rücken anderer großer Tiere. Diese lassen sich das auch gerne gefallen. Der Kuhreiher pickt nämlich aus deren Fell Parasiten. Er wird satt und die Kuh ist die Parasiten los. Eine Win-Win-Situation (so ein Zusammenleben nennt man auch Symbiose).

Zwischenzeitlich hat sich der Kuhreiher auch der modernen Zeit angepasst und folgt nicht nur noch Tieren. Er hat erkannt, dass auch hinter einem Traktor Insekten aufgeschreckt werden.