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Der Star und die Kuhfladen

Das Kuhfladen so wichtig sind, war mir bisher gar nicht bewusst.

Ich habe für eine lange Zeit gedacht Kuhfladen sind nur hässliche Übel. Sie sehen weder schön aus, noch riechen sie gut. Doch Kuhfladen sind mehr als nur ein Dünger. Wofür sie gut und wichtig sind, wird in diesem Beitrag noch gezeigt.

Der Star….

Jeder kennt das Lied: Alle Vögel sind schon da. In der zweiten Strophe darin heißt es:
Wie sie alle lustig sind, flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr, lauter Heil und Segen.

2018 kürte der NABU den Star zum Vogel des Jahres. Der Star ist einer der häufigsten Vogelarten Deutschlands und dennoch wurde er auch von Naturschützer übersehen. Seine Bestandszahlen sind massiv rückläufig.

Warum Stare mittlerweile immer seltener in Deutschland leben…

Einfach erklärt könnte man sagen, dass der Star immer seltener Bedingen findet um hier Futter zu finden und um brüten zu können. Nun zurück zum Kuhfladen.

Was hat sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten geändert?

In Deutschland gibt es immer weniger Wälder und mehr Kühe, die in Stallungen ganz jährig gehalten werden. Weniger Wälder bedeuten weniger Baumhöhlen. Baumhöhlen braucht der Star aber zum Brüten. Mehr Kühe in Stallungen bedeutet weniger Kühe auf Weiden. Weniger Kühe auf Wiesen bedeutet weniger Kuhfladen. Weniger Kuhfladen bedeutet weniger Insekten und Würmer. Weniger Nahrung bedeutet eine schwierigere Nahrungssuche.

Der Kuhreiher – Ein Freund und Helfer der Kühe

Habt ihr schon einmal etwas von Kuhreihern gehört?

Nur keine Sorge! Das sind keine Kühe, die sich übergeben. Es handelt sich hierbei um eine Vogelart. Diese kommt fast auf der ganzen Welt vor, mit Ausnahme der Antarktis. Sie sind sehr gesellige Vögel und brüten in großen Schwärmen.

Wie kommt der Kuhreiher zu seinem Namen ?

Die Erklärung ist ganz einfach. Kuhreiher findet man häufig in einer Herde auf Weiden. Er ist nicht so sehr an das Wasser gebunden wie andere Reiher. Die Nahrung der meisten Reiher befindet sich an beziehungsweise in Flüssen. Beim Kuhreiher ist das anders. Zurück zu den Weiden. Viele von ihnen werden von Kühen beweidet. Der Kuhreiher bewegt sich oftmals zwischen Kühen. Außerdem er sitzt auch gerne auf ihren Rücken. So kommt er zu seinem Namen.

Aber warum ist der Kuhreiher in Herden ?

Die Antwort ist simpel. Der Kuhreiher findet dort seine Nahrung. Große Tiere wie Schafe, Pferde oder Kühe schrecken Kleinstlebewesen und Insekten auf. Das ist für den Kuhreiher wie ein gut gedeckter Tisch. Er braucht sich nur noch zu bedienen. Oft findet man den Kuhreiher auch auf dem Rücken anderer großer Tiere. Diese lassen sich das auch gerne gefallen. Der Kuhreiher pickt nämlich aus deren Fell Parasiten. Er wird satt und die Kuh ist die Parasiten los. Eine Win-Win-Situation (so ein Zusammenleben nennt man auch Symbiose).

Zwischenzeitlich hat sich der Kuhreiher auch der modernen Zeit angepasst und folgt nicht nur noch Tieren. Er hat erkannt, dass auch hinter einem Traktor Insekten aufgeschreckt werden.