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Kuhfladenbingo

Den meisten von euch dürfte das Spiel „Bingo“ bereits ein Begriff sein. Dabei erhalten die Mitspieler eine Spielkarte. Auf diesen Karten sind insgesamt 25 verschiedene, willkürlich angeordnete Zahlen. Diese sind in 5 Reihen mit je 5 Zahlen eingeteilt. Insgesamt gibt es meist die Zahlen von 1-75. Ein vorher bestimmter Spielleiter zieht dann aus einem Gefäß blind nacheinander Zahlen. Ähnlich wie bei der Ziehung der Lottozahlen. Ist die gezogene Zahl auf der Spielkarte vorhanden, wird diese markiert werden. Gewinner ist, wer auf seiner Spielkarte als erster eine senkrechte, waagrechte oder diagonale Reihe vollständig markieren konnte.

Die klassische Variante des Kuhfladenbingo

Kuhfladenbingo ist dem uns bekannten Bingo sehr ähnlich. Wie ihr euch sicher denken könnt, werden die Zahlen nicht aus einem Kuhfladen gezogen. Auch werden die Kühe nicht nummeriert. Vielmehr ersetzt die Kuh den Spielleiter.


Doch von Anfang an. In der klassischen Form des Kuhbingos wird ein eingezäuntes Stück Land in gleichgroße, nummerierte Parzellen eingeteilt. Für diese Parzellen gibt es jeweils ein Los. Die Mitspieler erhalten (oder kaufen) ein oder mehrere Lose. Dann wird eine Kuh auf diese Weide geführt. Anschließend wird gewartet, bis sich die Kuh erleichtern muss. Dies kann schnell gehen, kann sich aber auch über mehrere Stunden hinziehen. Der Besitzer des Loses, auf das der Kuhfladen fällt, ist Sieger des Kuhfladenbingos. Fällt der Fladen auf mehrere Felder, ist gewinnt das Los, auf das der größte Teil gelandet ist.


Manche von euch kennen vielleicht das Kuhfladenbingo aus einem Werbespot. Dort erleichterte sich eine Kuh auf einem Feld mit 7×7 Parzellen.

Variante des Kuhfladenbingos

Beim Engelgau-Kuhfladenbingo werden zwei Kühe auf das Spielfeld gelassen. Die Parzellen haben das Format 1x1m und sind willkürlich nummeriert. Der erste Kuhfladen der fällt wird nicht gewertet. Entscheidend ist der zweite Fladen. Dabei kann der Spieler auch mehrere Lose erwerben um seine Gewinnchance zu steigern. Der Einsatz beträgt je Los 1,-€, der Gewinn 200,- €.

Höchstdotierte Variante

Die höchstdotierte Variante stammt aus dem Kleinwalsertal in Österreich. Dabei müssen die Mitspieler zuerst ein Rubbellos erwerben. Auf diesem Rubbellos müssen sie 3 Kühe freirubbeln. Ist dies nicht der Fall, dann haben sie bereits verloren. Sollte ihnen dabei das Glück hold sein, beginnt erst das eigentliche Kuhfladenbingo. Gespielt wird mit drei Kühen. Das Spielfeld besteht aus 3×3 Quadraten. Der Spieler muss nun tippen, auf welchem Quadrat jede Kuh ihren Fladen hinterlässt. Hat er bereits gewonnen, wenn er richtig ge-tippt hat? Mitnichten. Ein letzter Schritt steht noch vor seinem Gewinn. Der Spieler muss aus drei Briefumschlägen einen Umschlag wählen. Enthält dieser das Bild einer Kuh, dann ist er der Gewinner. Dazu benötigt man sehr viel Glück. Aber ein Geldpreis in Höhe von 100.000,-€ ist auch nicht zu verachten.


Bei manchen Varianten werden auch mehrere Kühe auf das Spielfeld gelassen. Es gibt aber nur eine Wertungskuh. Dies hat einen guten Grund. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass sich Kühe in Gesellschaft von Artgenossen schneller entleeren.

Funfact am Rande

Das Ministerium für Tierschutz aus Baden-Württemberg hat sich auch schon mit dem Kuhfladenbingo beschäftigt. Es wollte die Auswirkungen des Spiels auf die Kühe überprüfen. Das Ministerium stellte jedoch fest, dass „Die Empfindungen einer Kuh, die beim Absetzen von Kot von einer größeren Anzahl von Menschen beobachtet und gegebenenfalls angefeuert wird, sich derzeit der wissenschaftlichen Nachprüfbarkeit entziehen.“

In Deutschland muss halt alles überprüft und geregelt werden. Mir würden 1000 Dinge einfallen, die dem Tierwohl mehr schaden oder seid ihr da anderer Meinung?

One thought to “Kuhfladenbingo”

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