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Kühe mit Loch im Bauch

Habt ihr auch schon von den Kühen mit Löchern im Bauch gehört? Als ich dies das erste Mal aufgeschnappt habe, war mein erster Gedanke, dass ist ziemlich gruselig. Doch warum macht man das? Meine Neugier war geweckt. Ich las etwas von Zwangsfütterung durch ein Loch, das in den Pansen führte. Allerdings ist das wohl nur eine Zeitungsente. Ein Fünkchen Wahrheit ist allerdings doch daran. Bei dem Loch handelt es sich um eine Fistel. Das bedeutet, man kann dieses Loch öffnen und auch wieder verschließen. Und natürlich dient es nicht der Zwangsfütterung der Kühe, sondern wie sollte es anders sein, der Forschung.

Was soll erforscht werden?

Es geht um den Zusammenhang vom Futter einer Kuh und den daraus resultierenden Methanausscheidungen der Kuh. Das Methan entsteht im Pansen der Kuh, der wie eine riesige Gärkammer wirkt. Dort wird das Futter der Kuh aufgespalten. Dabei entsteht das Methangas, das unter anderem auch für den Klimawandel verantwortlich ist. Die Forschung beschäftigt sich also mit dem Zusammenhang zwischen der Futter-zusammensetzung im Pansen und der dabei entstehenden Menge an Methan. Das Ziel ist dabei natürlich die Reduktion des Methangases.

Ein weiterer Grund für „Fistelkühe“

Kühe mit Fisteln dienen auch der tiermedizinischen Forschung. Wie kann man Kühen, deren Pansen „umgekippt“ ist, helfen? Das ist das Ziel der Untersuchung. „Umgekippt“ bedeutet dabei, dass im Pansen das Verhältnis der für die Fermentierung der Nahrung notwendiger Bakterien und der schädlichen Bakterien in einem Missverhältnis steht. Dies kann durch falsche Ernährung entstehen und führt zu einem Absterben der notwendigen Bakterien. Die Kuh vergiftet sich dabei selbst. Injiziert man der kranken Kuh in diesem Fall „Pansensaft“ einer gesunden Fistelkuh, kann das kranke Tier ggf. gerettet werden.

Rechtfertigt der mögliche Nutzen eine solche Forschung?

Das ist eine ethische Frage, die bei jeder Art von Tierversuch zu stellen ist. Es ist in diesem Fall jedoch zu hoffen, dass es den Fistelkühen nach erfolgreicher Operation zumindest den Umständen entsprechend gut geht. Mit artgerechter Kuhhaltung hat es meines Erachtens jedoch nicht mehr viel zu tun. Ob der Nutzen dieser Forschung diesen Eingriff in das Leben der Kuh rechtfertigt, ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten muss.

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