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Das geht auf keine Kuhhaut

Etwas ist nicht mehr hinnehmbar. Etwas ist nicht mehr zu ertragen. Dann verwendet man häufig den Ausspruch „Das geht auf keine Kuhhaut“.

Doch was hat die Kuh damit zutun?

An den Eigenschaften der Kuh kann es nicht liegen. Kühe stehen im allgemeinen eher für Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit. Eventuell stehen sie auch für Reichtum. Aber mit nicht hinnehmbaren oder nicht zumutbaren Zustände verbindet man die Kuh nicht. Also muss es sich um eine Bedeutung im übertragenen Sinne handeln.

Doch woher kommt diese Bedeutung?

Hierzu gibt es zwei mögliche Erklärungsansätze:

1. Die Gründung von Karthago

Diese Variante bezieht sich auf die Gründung der antiken Stadt Karthago. Dorthin soll eine phönizische Prinzessin vor ihrem Bruder geflohen sein, der ihren Ehemann umbrachte. Dort traf sie auf den Häuptling eines Numidierstammes, der die Prinzessin offensichtlich verspotten wollte. Er versprach ihr so viel Land, wie sie mit einer Kuhhaut umspannen könne. Die Prinzessin ihrerseits war jedoch clever und schnitt die Kuhhaut in lange, dünne Streifen. Mit diesen Streifen konnte sie ein großes Gebiet einfassen. Auf diesem konnte die Burg Karthago erbaut werden. Aus dieser wiederum entwickelte sich dann die Stadt Karthago.

2. Die religiöse Erklärung

Im Mittelalter waren die Mensch sehr gottesfürchtig. Sie dachten das der Teufel für jeden Menschen ein Pergament besitzt. Auf diesem Pergament würden alle Sünden festgehalten werden, die der Mensch in seinem Leben begeht. Pergamente wurden hauptsächlich aus Tierhäuten produziert. Aus einer Kuhhaut konnte man dementsprechend viele Pergamente herstellen. Darauf haben dann auch viele Sünden und Missetaten Platz. Reicht dieser jedoch nicht aus, um alles zu notieren, ist man ein schlechter Mensch. Auf diesen freut sich – nach damaliger Meinung – der Teufel.

Dies ist die heute gängige Erklärung des Ausspruchs. Er hat es bis heute in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft.
Dazu passt auch, dass die Verbrecher im Mittelalter in Kuhhäuten zu ihrer Richtstätte gebracht wurden.

Ich finde es spannend, dass solche alten Redewendungen auch heute noch aktuell sind. Wie steht ihr dazu?

One thought to “Das geht auf keine Kuhhaut”

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