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„Eisenwarenkrankheit bei Kühen“

Was soll das denn schon wieder sein? Gehen Kühe etwa in den Baumarkt und erkranken dabei? Natürlich nicht.
Verletzen spitze und scharfe Gegenstände – meist aus Metall – den Magen der Kühe dann spricht man von der „Eisenwarenkrankheit.“
Die Magenwand wird dabei durchbohrt und es kommt zu schlimmen Infektionen im Bauchraum. Die Kühe müssen dann oft geschlachtet werden. Dies ist sowohl schmerzhaft bis tödlich für die Tiere, als auch ein wirtschaftlicher Schaden für die Landwirte.

Wie kommen diese Gegenstände in den Kuhmagen?

Hierzu schauen wir uns zuerst einmal die Nahrungsaufnahme der Kühe an. Dazu sollte man wissen, dass Kühe auf der Weide täglich ca. 100 kg Gras fressen müssen, um aus-reichend Nahrung zu sich zu nehmen. Das sind natürlich gewaltige Grasmengen, die die Kuh jeden Tag fressen muss. Dementsprechend passt die Kuh nicht auf, ob sich Fremdkörper in dem abgerissenen Grasbüschel befinden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kuhlippen relativ unempfindlich sind. So kommt es leider öfter vor, dass Stacheldrahtreste, Getränkedosen, Nägel oder was sonst so auf der Weide liegen bleibt im Kuhmagen landet.

Was kann man dagegen tun?

Das Fressverhalten der Kuh kann man nicht ändern. Daher wurden Alternativen gesucht. Die aufgenommenen Fremdkörper sind meist aus Metall. Also versuchte man in den 60ziger Jahren diese mittels Magneten wieder zu entfernen. Mit mäßigem Erfolg. Wie kann man verhindern, dass diese Dinge die Magenwand mit der empfindlichen Magenschleimhaut zerstören? In den folgenden Jahren wurde daher die Idee mit dem Magneten weiterentwickelt. Heute bekommen die Kühe oft vorsorglich einen sogenannten Kuh- oder Käfigmagneten in den Netzmagen eingeführt. Dabei handelt es sich – wie der Name schon sagt – um einen ca. 15 cm langen Magneten mit einem Durchmesser von ca. 3 cm. Dieser ist von einem Käfig aus Plastik umgeben.

Ist das ein wirksamer Schutz?

Ist der Kuhmagnet korrekt platziert und verbleibt er auch dort ist er ein wirkungsvoller Schutz gegen die „Eisenwarenkrankheit“. Allerdings werden ca. 4% der Käfigmagneten beim Widerkäuen wieder aus dem Magen befördert.
Die Kosten für den reinen Käfigmagneten liegen jedoch unter 5,- €. Folglich rechnet sich diese Investition meist schon, wenn nur eine Kuh der Herde dadurch vor der „Eisenwarenkrankheit“ bewahrt wird.

Für mich war dieses Problem bei der Haltung von Kühen und Rindern bisher nicht bekannt. Wusstet ihr davon? Schreibt es mir doch einfach.

Kühe mit VR-Brillen

Ihr interessiert euch für Kühe? Dann wisst ihr sicher, dass die Technisierung vor dem Kuhstall nicht halt macht. Der neueste Trend aus Russland sind nun VR-Brillen für Kühe. Diese sind speziell der Kopfform von Kühen angepasst.

Was ist eine VR-Brille?

Das VR in VR-Brille steht dabei für Virtual-Reality. Der Kuh wird also eine künstliche Realität suggeriert. Die Brille vermittelt so der Kuh zum Beispiel den Eindruck, dass wundervolles Wetter herrscht und sie auf einer saftigen Wiese steht, auch im Winter.

Weshalb sollen VR-Brillen eingesetzt werden?

Wie ihr euch sicher denken könnt, geht es auch hier um die Erhöhung der Milchleistung der Kühe. Diese scheinbar idyllischen Verhältnisse gaukeln der Kuh vor, dass ihre Lebensumstände perfekt sind. Sie entspannt sich. Dies haben erste Tests bereits bestätigt.
Außerdem wurde festgestellt, dass die Kühe ruhiger und friedlicher werden. Auch ein positiver Nebeneffekt. Insbesondere, wenn es sich um sehr große Herden handelt.
In anderen Betrieben versucht man, diese Effekte mittels klassischer Musik zu erreichen. Welche dieser Methoden effektiver ist, soll eine großangelegte Studie des russischen Landwirtschaftsministeriums ergeben.

Wieso wird so viel Geld in diese Forschung investiert?

Wie euch vielleicht bekannt ist, hat die Europäische Union Russland mit wirtschaftlichen Sanktionen belegt. Diese betreffen auch Milch und Milchprodukte. Ziel ist also vermehrt Milch und Milchprodukte im eigenen Land zu produzieren. Dies mildert die Folgen der Sanktionen in diesem Bereich.

Ich persönlich habe ja Zweifel, dass sich VR-Brillen für Kühe in den kommenden Jahren in unseren Breiten durchsetzen werden. Die Kosten hierfür sind ja noch relativ hoch und der Milchpreis sehr niedrig. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja in Zukunft. Sicher werden einige Landwirte darüber nachdenken. Es muss nur profitabel sein.

Kuhglocken gleich Tierquälerei?

Die Kuhglocke ist wohl den meisten Leuten bekannt. Manche kennen sie aus Serien und Filmen, andere wiederum aus der Realität und wieder anderen ist es vielleicht nur so ein Begriff. Die Kuhglocke ist den meisten also ein Begriff, doch wie sieht es mit ihren Hintergründen aus? Wofür sind sie gedacht? Sind sie mit heutigem Wissen immer noch sinnvoll? Und wie geht es den Tieren dabei?

Der Sinn von Kuhglocken

Kuhglocken können auf zwei Art und Weisen genutzt werden. Es gibt Herden, in denen nur ein Tier eine Glocke trägt und Herden, in denen alle eine tragen. Dies ist davon abhängig, ob die Herde ein fester Verband ist oder eher nicht. Bei einer festen Herde trägt das Leittier die Glocke. Das dient zur Orientierung der anderen Tiere und führt dazu, dass sie besser zusammenbleiben. Bei losen Verbanden dienen die Kuh- oder Tierglocken nur dazu verlorenen Tiere wiederzufinden.

Pro oder kontra Kuhglocke und das Tierwohl

Pro
Seit einigen Jahren existiert eine Debatte um die Kuhglocke. Ausgelöst wurde dies durch neue Erkenntnisse und dem Einsatz von Tierschützern. Laut einer neuen Studie sind Kuhglocken schädlich für die Tiere. Die Folgen sind eine verringerte Bewegung des Kopfes, die Tiere nahmen weniger Nahrung zu sich und ruhten sich weniger aus. Des Weiteren ist der Prozess des erneuten Kauens von bereits verspeistem Gras erhöht. Doch die genaue Ursache konnte nicht herausgefunden werden. Fest steht allerdings das es entweder das Gewicht (von teilweise 5,5 Kilogramm) oder die Klänge dafür verantwortlich sind. Bezogen wird sich hierbei auf eine Schweizer Studie.

Kontra
Die Gegenseite beruft sich auf verschiedene Punkte. Einer davon ist Tradition. In einer Argumentation, in der der Nutzen und die Nachteile verglichen werden, gehören Traditionen jedoch nicht hinein. Nur weil man Kuhglocken auch vorher schon benutzt hat, heißt das nicht, dass man daran nichts ändern sollte. Vor allem nicht, wenn durch neue Informationen negative Folgen für Kühe ans Licht gekommen sind. Zum eigentlichen Sinn von Kuhglocken, dem Aufspüren von verirrten Tieren. Ohne Kuhglocken ist dies natürlich deutlich schwieriger. In Bezug auf Alternativen wie ein Halsband mit GPS wird allerdings häufig gesagt, dass dies noch nicht ausgereift ist. Wie zutreffend das ist lässt sich natürlich nur erahnen.

Fazit

Dies sind nur die Ergebnisse einer Studie daher sind die Ergebnisse immer mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Aber die bessere Behandlung von Kühen ist auf jedenfalls etwas Positives und somit die Forschungen auch. Es ist natürlich auch verständlich, dass Menschen die schon immer Kuhglocken genutzt haben, skeptisch sind, wenn sie auf einmal als schlecht dargestellt werden.

Was durch dieses Thema hoffentlich klar wird: Selbst ein so simples Thema wie Kuhglocken hat seine Tiefe. Es ist eines der Themen, über die man wahrscheinlich nicht in der Tiefe nachdenkt. Man stößt möglicherweise in einem Artikel darauf und ist am Ende schlauer als vorher.

Kühe sagen das Wetter vorher

Tieren sagt man nach, dass sie einen siebten Sinn haben. Mit diesem spüren sie ob es trocken bleibt, Regen heranzieht oder ob ein Unwetter aufkommt.

Tierische Wetterboten

Seit über 8000 Jahren halten wir Kühe bzw. Hausrinder. In dieser Zeit haben wir Menschen ihr Verhalten gut beobachtet. Einige dieser Beobachtungen haben gezeigt, dass auch Kühe einen Wetterwechsel anzeigen können. Kühe scheinen auf Luftdruck, Luftfeuchte und Windrichtung zu reagieren.

Wenn Kühe schwer atmen

Kühe geben ja eigentlich immer irgendwelche Laute von sich. Man hört sie oft grasen, schmatzen, rülpsen, furzen oder muhen. Ein geübter Beobachter erkennt aber auch Signale der Tiere, die auf eine sich verändernde Wetterlage hinweisen. So kann es sein das Kühe schwerer atmen. Sie bekommen schlechter Luft. Zum Atmen nutzen sie dann zusätzlich zur Nase auch ihr Maul.

Dadurch verraten sie ein anrückendes Tief.

Himmelsrichtungen

Es ist den meisten wahrscheinlich bekannt, dass man sich gegen den Wind besser anschleichen kann. Viele Raubtiere nutzen diesen strategischen Vorteil, doch die Kuh weiß damit umzugehen. Sie stellt sich aus diesem Grund immer mit dem Kopf in Windrichtung. Das heißt der Wind kommt immer von hinten so, dass die Seite, von der sich Raubtiere anpirschen könnten, stehts im Blickfeld der Kuh liegt.

Deshalb richten die Tiere ihr Hinterteil beim Fressen automatisch in Richtung des Windes. Winde aus dem Westen kommen vom Atlantik, darum bringen sie oft Regen mit. Deswegen kann man auf schlechtes Wetter schließen, wenn Kühe sich mit ihrem Hinterteil von Osten nach Westen drehen.

An ihrem Verhalten lässt sich aber noch mehr über das Wetter ablesen und erkennen. Nun folgt eine Zusammenfassung welches Verhalten auf welches kommende Wetter hinweist.

Gutes Wetter

Wenn die Kühe in Ruhe auf der Weide grasen ist das ein Zeichen für gutes Wetter. Außerdem zeigt dies ein langsamer und ruhiger Gang zum Stall. Das letzte Zeichen ist ein freudiges Verhalten, wenn die Tiere also glücklich auf der Weide springen.

Regen

Auf Regen kann man sich gefasst machen, wenn man die Kühe am Tages Anfang schnell zur Weide gehen. Sie lassen sich beim Rückweg zum Stall dafür umso mehr Zeit und grasen noch häufig. Ein weiterer Hinweis für Regen ist, wenn die Tiere häufiger Schlafen und weniger Wasser zu sich nehmen.

Gewitter

Ein kommendes Gewitter kann man an Kühen erkennen, die mit vergrößerten Nasenlöchern schnaufen. Weitere Anzeichen können häufiges lecken an der Schnauze, und Ruhelosigkeit sein. Kühe legen sich in diesem Falle selbst bei großer Müdigkeit nicht hin. Das letzte Verhalten, das auf ein Gewitter hinweist ist, wenn die Kühe schnell in den Stall wollen oder bereits vor ihm warten.

Sturm

Wenn Kühe unruhig sind und dauerhaft in Gegenrichtung des Windes fressen. Außerdem kann Schutz suchendes Verhalten an Hecken oder Unterständen, einen anstehenden Sturm sowie Unwetter hindeuten.

Wellness für Kühe

Wellnessurlaube erfreuen sich großer Beliebtheit. Verständlich, der Alltag ist für die meisten Menschen stressig. Entspannung ist wichtig, um seine Akkus wiederaufzuladen. Dafür wird richtig viel Geld investiert. Aber was ist unter dem Stichwort Wellness für Kühe zu verstehen?

Was meint man damit?

Es gibt Gemeinsamkeiten beim Wellnessangebot für Kühe und Menschen. So findet man in modernen Kuhställen auch Wasserbetten. Diese sollen der Kuh beim Verdauen helfen. Daneben gibt es elektrische Kratzbürsten im Stall. Diese massieren die Kühe an Kopf und Rücken. Dies dient dem Stressabbau. Auch eine Dusche und eine Klauenwaschanlage gibt es. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Huf und Klauenentzündungen. Die Kühe können sogar wählen, ob sie im Stall bleiben möchte oder auf die Weide gehen. Wirst du da auch ein bisschen neidisch?

Warum wird so viel Geld in das Wellnessangebot investiert?

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen soll es den Kühen gut gehen. Das andere Argument ist wirtschaftlicher Natur. Das Wellnessangebot steigert die Milchleistung der Kuh und damit den wirtschaftlichen Profit des Landwirts. Jedoch ist der Milchpreis zurzeit so niedrig, dass sich eine solche Investition in der Regel nicht lohnt. Das ist die Crux. Ich denke, viele Bauern möchten das Beste für ihre Tiere. Aber es muss auch wirtschaftlich realisierbar sein.

Für und Wider

Wärt ihr bereit einen höheren Preis für Milch und Milchprodukte zu zahlen, wenn dies die Lebensbedingungen der Kühe verbessert? Sollte man dies den Landwirten vorschreiben? Wäre das nicht aktiver Tierschutz?
Es ist eine schöne Vorstellung, dass alle Kühen ein Wellnessangebot erhalten. Allerdings ist es mit einigen Problemen verbunden. Sollte man nicht vielleicht doch lieber auf eine naturnahe Milchviehhaltung wie vor 100 Jahren zurückgehen? Dies würde die Lebensverhältnisse der Kühe verbessern und das Milchangebot reduzieren. Das wiederum würde zu einer Milchpreiserhöhung führen, sofern alle mitmachen. Doch ist dies realistisch?

Kühe mit Augen auf dem Hinterteil

Habt ihr schon einmal etwas von Kühen mit Augen auf dem Hinterteil gehört oder gelesen? Keine Angst, es geht dabei nicht um irgendein Experiment. Kein Wissenschaftler lebt da seine perversen Phantasien aus. Es ist der Versuch, afrikanische Kühe vor Löwen und anderen Raubtieren zu schützen.

Wie funktioniert das Experiment?

Forscher haben dazu in Botswana Augen auf die Hinterteile von 2/3 der Tiere einer Kuh Herde gestempelt. Insgesamt umfasste die Herde 62 Kühe. Die Hoffnung war, dass Raubtiere, die sich der Herde nähern, den Eindruck bekommen, sie wären bereits entdeckt. Dieser Taktik bedienen sich auch schon seit längerer Zeit Waldarbeiter in Indien. Sie tragen Masken mit Gesichtern an ihrem Hinterkopf. Damit versuchen sie, sich vor Tigerangriffen zu schützen. Auch im Tierreich ist dieses Phänomen bekannt. Augenähnliche Muster auf Schmetterlingsflügeln oder bei einigen Raupenarten veranlassen die Fressfeinde abzudrehen oder auch ganz von einem Angriff abzusehen.

Doch zurück zum Experiment:

Eine Kontrolle der Herde nach 10 Wochen ergab, dass von den Tieren ohne aufgestempelte Augen drei Tiere gerissen wurden. Die Kühe mit aufgestempelten Augen lebten alle noch. Das ist natürlich noch kein Beweis, aber ein Anhaltspunkt.

Wie kam man auf diese Idee?

Betrachten wir das Jagdverhalten von Löwen: Sie pirschen sich an ihre Beute an. Sie können zwar sehr schnell sein, aufgrund ihres massigen Körpers jedoch nicht sehr lange. Sie versuchen daher, ihre Beute möglichst schnell zu töten. Glauben sie jedoch im Vorfeld, dass man sie bereits entdeckt hat, lassen sie häufig von ihrer potentiellen Beute ab.

Ich finde diese Idee sehr gut. Man nutzt das bekannte Jagdverhalten von Löwen aus, um die Kühe zu schützen. Das Bestempeln des Kuhhinterteils schadet diesen nicht. Es erhöht jedoch ihre Sicherheit. Natürlich ist es auch günstiger als der Verlust eines Tieres. Auch gehe ich davon aus, dass dann weniger Löwen von Farmern erschossen werden. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt dient dies auch dem Artenschutz. Weitere Forschungen sind geplant. Hoffentlich bestätigen sie den beschriebenen Modellversuch.

Redewendungen

Eine dumme / blöde Kuh

„Eine dumme / blöde Kuh“. Diese Aussage kennt wahrscheinlich jeder. Sie ist eine Beleidigung aus der alltäglichen Sprache und bezieht sich auf ein Mädchen bzw. eine Frau. Heutzutage hört man diesen Satz nicht mehr so häufig. Er ist generell eher kindlich und wird auch meist von jüngeren Personen genutzt.

Eine heilige Kuh

„Eine heilige Kuh“, ist etwas oder jemand, der unantastbar ist. Es ist nicht erlaubt es zu verändern, zu bemängeln oder gar es ganz zu verwerfen. Diese Redewendung kommt aus Indien, wo Kühe wortwörtlich heilig sind.

Das klingt eindrucksvoll oder? Aber denken wir darüber mal einen Moment nach. Sollte es etwas geben das nicht kritisiert oder verändert werden darf? Auch hier fallen dem ein oder anderen ein paar Beispiele ein. Jedoch man sollte sich fragen, ist es im Allgemeinen etwas Gutes? Wer oder was ist schon perfekt und unverbesserlich? Und sollte man Kritik nicht immer ausüben dürfen?

Deshalb kritisiert man mit dieser Redewendung meist etwas. Die Kritik bezieht sich meistens auf einen dringend benötigten Wandel. Daher gibt es auch die Variante: „Eine heilige Kuh/ heilige Kühe schlachten“

Sich melken lassen

Die nächste Redewendung ist sehr kurz. „Sich melken lassen“/ „Eine Kuh sein, die man melken kann“. Das Melken steht dafür von anderen ausgebeutet zu werden.

Das Wort „ausschlachten“ ist vielleicht etwas bekannter. Auch hier ist der Bezug zu Tieren leicht zu erkennen.

Eine Kuh fliegen lassen

„Eine Kuh fliegen lassen“ heißt so viel, wie in einer fröhlichen Stimmung zu sein. Oft bedeutet es auch, dass man eine Party feiern will.

Besser zu Haus ein Ranft Brot als in der Fremde eine ganze Kuh

„Besser zu Haus ein Ranft Brot als in der Fremde eine ganze Kuh“. Dieser Satz drückt eine sichere und risikolose Haltung aus. Er sagt aus, man sollte sich lieber nehmen was man sicher erreichen kann, als etwas kostbareres, das aber nicht so sicher zu erreichen ist.

Milchmädchenrechnung

Dieser Begriff ist eine negative Äußerung gegenüber einem Gedankengang, der wichtige Aspekte auslässt. Durch das Vergessen, dieser Punkte kommt es zu einem falschen Schluss. Es ist also eine abwertende Bemerkung, die eine Überlegung als unvollständig und zu einfach beschreibt.

Kuhnamen

Menschen haben Namen. Haustiere wird in den meisten Fällen ein Namen verliehen. Aber wie sieht es bei Nutztieren und speziell bei Kühen aus?
Wie ihr sicher wisst, müssen die Kühe eine Ohrmarke mit einer Registrierungsnummer haben. Aber wie sieht es mit Namen aus?

Sind Kühe nur Nummern?

Diese Frage ist zumindest für Bayern mit einem klaren nein zu beantworten. Dort werden 1,2 Millionen Kühe mit Namen erfasst. Dabei ist Susi der beliebteste Kuhnamen. Auf Platz zwei landet Alma. Auf dem dritten Platz findet sich Berta wieder. Bei den weiteren Namen fallen regionale Unterschiede auf. So findet man in Franken viele Kühe mit dem Namen Resi. In Südbayern dagegen wird eher Bella bevorzugt.

Warum haben Kühe einen eigenen Namen?

Wie so häufig hilft dabei ein Blick in die Geschichte. Die ersten Namen finden sich bereits mykenischen Inschriften. Diese sind demnach ca. 3500 Jahre alt. Ab dem 19. Jahrhundert wurden den Kühen vermehrt Namen gegeben. Dabei leiteten sich die Namen oft von den Eigenschaften der Kühe oder ihrer Herkunft ab. Namen wie „die Rote“ oder die „Altenburger“ kamen häufig vor. Heutzutage orientieren sich manche Landwirte am Namen der Mutterkuh. Der Nachwuchs bekommt dann einen Namen mit dem gleichen Anfangsbuchstaben. So heißt die Tochter von Susi z. B. Sandra. Wieder andere wählen auch einfach einen Namen der ihnen gefällt.

Eine weitere Begründung für die Namensvergabe

Es gibt aber auch einen anderen Grund, den Kühen einen Namen zu geben. Sofern die Anzahl der Kühe noch überschaubar und der Stall nicht hochtechnisiert ist, verbringt man viel Zeit mit seinen Kühen. Man kennt sich und weiß, wie die Kuh in gewissen Situationen reagiert. Was liegt da näher, als ihnen auch einen Namen zu geben. Selbst heute gehört das Vieh für manchen Kleinbauern noch zur Familien.

Was meint ihr, sollte man Kühen einen Namen geben oder nicht? Auf der einen Seite verbringt man mit ihnen viel Zeit und kennt sie. Auf der anderen Seite sind sie in der heutigen Zeit auch ein Wirtschaftsfaktor. Sie werden geschlachtet. Passt es dann noch, wenn sie einen Namen erhalten? Ich denke, auch diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Aber mich interessiert natürlich wie ihr darüber denkt.

Was haben Kühe mit der Zahnbürste zu tun?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Zahngesundheit und der Geschichte der Zahnbürste. 

Wusstest du, dass Zahnbürsten eine zeitlang aus Kuhhaar und Kuhknochen bestanden?

Geschichtliches zum Thema Zahnpflege

Schon vor 3500 Jahren pflegten Ägypter ihre Zähne. Sie spülten jeden Morgen ihre Zähne mit Natron. Ihre Zähne putzen konnten sie jedoch nicht. Die Zahnbürste wurde erst in China 1498 erfunden. Vielleicht wusstet ihr das schon. Sie war zu dieser Zeit allerdings nicht beliebt. Viele dachten nämlich, dass die harten Borsten den Zähnen schaden. Deshalb benutzten die Menschen anfänglich oft weiche Läppchen oder Schwämmchen.

Die Zahnbürste als Kuhprodukt

Im Jahr 1780 wurden in England erstmals Zahnbürsten professionell hergestellt. William Addis fertigte damals seine Zahnbürsten aus Kuhknochen und Kuhborsten. Später verwendete man Rosshaar. Die Zahnbürste war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein Luxusartikel.

Massenartikel

Erst im Jahr 1938 wurde die Zahnbürste mit Nylonbürsten in Massenproduktion hergestellt. Die Bevölkerung sollte daher Zähneputzen. Die Fabrikanten erreichten dies mit ganz unterschiedlichen Produkten. Sie produzierten Zahnbürsten in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Manche leuchten, blinken und machen Musik. Andere werden zur manuelle Nutzung, batteriebetrieben oder elektrisch hergestellt.
Das Ziel war der höchst mögliche Profit. Aber auch die Zahngesundheit der Bevölkerung stieg dadurch. Eine Win-Win-Situation.

 

Kuhfladen und Vanille

Sicher wundert ihr euch über diese Überschrift. Denn was hat bitte ein Kuhfladen mit Vanille zu tun? Wir lieben die Vanille in Eis, Schokolade oder Pudding. Aber Kuhfladen?

Um das zu verstehen, betrachte ich zuerst einmal die Vanille.

Vanilleblüten

Was ist Vanille?

Vanille ist ein Gewürz, welches aus der Schote der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird. Diese müssen mit aufwändig fermentiert werden. Der Hauptaromastoff der Vanilleschote ist das Vanillin.
Das werden vielleicht noch einige wissen. Interessant wird es, wenn man sich überlegt, dass jährlich ca. 15.000 Tonnen Vanillin erzeugt werden. Für 1 Kilogramm Vanillin benötigt man 40.000 Vanilleschoten. Deren Blüten müssen von Hand bestäubt werden. So ist es verständlich, dass die weltweite Produktion von Vanillin aus echter Vanille nur ca. 50 kg beträgt.

echte Vanille

Wie ist es möglich jährlich 15.000 Tonnen Vanillin zu produzieren?

Wie ihr euch sicherlich schon denken könnt, hat die chemische Industrie da ihre Hände im Spiel. Jedoch möchte der Verbraucher in der Regel natürliche Produkte und keine Chemie in den Nahrungsmitteln. Daher hat die Industrie Methoden entwickelt, mit denen aus natürlichen Rohstoffen Vanillin erzeugt werden kann. Auf der Verpackung kann dies dann als natürliches Vanillin deklariert werden. Mögliche Rohstoffe hierfür können Hefe, Fichtenholz, Darmkeime, Enzyme, alte Zeitungen und vieles mehr sein. Oder aber auch ein Kuhfladen.

Kuhfladenproduktion

Wie entsteht Vanillin aus Kuhfladen?

Dieses Verfahren wurde in Japan entwickelt. Dabei wird genutzt, dass die chemische Formel des Lignins, der chemischen Formel von Vanillin ähnelt. Lignin ist in Holz oder auch anderen Pflanzen enthalten. Die Kühe können das Lignin in ihrer Nahrung nicht verdauen. Es wird jedoch währenddessen schon aufgespalten. Daher ist die Gewinnung von Lignin aus Kuhfladen günstiger als aus Fichtenholz. Erhitzt man dieses Lignin mit Kalilauge und Kupfer(II)-Verbindungen als Katalysator entsteht u. a. Vanillin.

Ich persönlich finde, dass hierbei der Kunde hinters Licht geführt wird. Wenn ihr sicher gehen wollt, was ihr esst, dann achtet bei der Produktinformation darauf, dass Vanille und nicht Vanillin enthalten ist. Die Produkte mit echter Vanille sind dann natürlich auch entsprechend teurer. Die Entscheidung liegt bei jedem einzelnen.