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Kuhglocken gleich Tierquälerei?

Die Kuhglocke ist wohl den meisten Leuten bekannt. Manche kennen sie aus Serien und Filmen, andere wiederum aus der Realität und wieder anderen ist es vielleicht nur so ein Begriff. Die Kuhglocke ist den meisten also ein Begriff, doch wie sieht es mit ihren Hintergründen aus? Wofür sind sie gedacht? Sind sie mit heutigem Wissen immer noch sinnvoll? Und wie geht es den Tieren dabei?

Der Sinn von Kuhglocken

Kuhglocken können auf zwei Art und Weisen genutzt werden. Es gibt Herden, in denen nur ein Tier eine Glocke trägt und Herden, in denen alle eine tragen. Dies ist davon abhängig, ob die Herde ein fester Verband ist oder eher nicht. Bei einer festen Herde trägt das Leittier die Glocke. Das dient zur Orientierung der anderen Tiere und führt dazu, dass sie besser zusammenbleiben. Bei losen Verbanden dienen die Kuh- oder Tierglocken nur dazu verlorenen Tiere wiederzufinden.

Pro oder kontra Kuhglocke und das Tierwohl

Pro
Seit einigen Jahren existiert eine Debatte um die Kuhglocke. Ausgelöst wurde dies durch neue Erkenntnisse und dem Einsatz von Tierschützern. Laut einer neuen Studie sind Kuhglocken schädlich für die Tiere. Die Folgen sind eine verringerte Bewegung des Kopfes, die Tiere nahmen weniger Nahrung zu sich und ruhten sich weniger aus. Des Weiteren ist der Prozess des erneuten Kauens von bereits verspeistem Gras erhöht. Doch die genaue Ursache konnte nicht herausgefunden werden. Fest steht allerdings das es entweder das Gewicht (von teilweise 5,5 Kilogramm) oder die Klänge dafür verantwortlich sind. Bezogen wird sich hierbei auf eine Schweizer Studie.

Kontra
Die Gegenseite beruft sich auf verschiedene Punkte. Einer davon ist Tradition. In einer Argumentation, in der der Nutzen und die Nachteile verglichen werden, gehören Traditionen jedoch nicht hinein. Nur weil man Kuhglocken auch vorher schon benutzt hat, heißt das nicht, dass man daran nichts ändern sollte. Vor allem nicht, wenn durch neue Informationen negative Folgen für Kühe ans Licht gekommen sind. Zum eigentlichen Sinn von Kuhglocken, dem Aufspüren von verirrten Tieren. Ohne Kuhglocken ist dies natürlich deutlich schwieriger. In Bezug auf Alternativen wie ein Halsband mit GPS wird allerdings häufig gesagt, dass dies noch nicht ausgereift ist. Wie zutreffend das ist lässt sich natürlich nur erahnen.

Fazit

Dies sind nur die Ergebnisse einer Studie daher sind die Ergebnisse immer mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten. Aber die bessere Behandlung von Kühen ist auf jedenfalls etwas Positives und somit die Forschungen auch. Es ist natürlich auch verständlich, dass Menschen die schon immer Kuhglocken genutzt haben, skeptisch sind, wenn sie auf einmal als schlecht dargestellt werden.

Was durch dieses Thema hoffentlich klar wird: Selbst ein so simples Thema wie Kuhglocken hat seine Tiefe. Es ist eines der Themen, über die man wahrscheinlich nicht in der Tiefe nachdenkt. Man stößt möglicherweise in einem Artikel darauf und ist am Ende schlauer als vorher.

Kühe sagen das Wetter vorher

Tieren sagt man nach, dass sie einen siebten Sinn haben. Mit diesem spüren sie ob es trocken bleibt, Regen heranzieht oder ob ein Unwetter aufkommt.

Tierische Wetterboten

Seit über 8000 Jahren halten wir Kühe bzw. Hausrinder. In dieser Zeit haben wir Menschen ihr Verhalten gut beobachtet. Einige dieser Beobachtungen haben gezeigt, dass auch Kühe einen Wetterwechsel anzeigen können. Kühe scheinen auf Luftdruck, Luftfeuchte und Windrichtung zu reagieren.

Wenn Kühe schwer atmen

Kühe geben ja eigentlich immer irgendwelche Laute von sich. Man hört sie oft grasen, schmatzen, rülpsen, furzen oder muhen. Ein geübter Beobachter erkennt aber auch Signale der Tiere, die auf eine sich verändernde Wetterlage hinweisen. So kann es sein das Kühe schwerer atmen. Sie bekommen schlechter Luft. Zum Atmen nutzen sie dann zusätzlich zur Nase auch ihr Maul.

Dadurch verraten sie ein anrückendes Tief.

Himmelsrichtungen

Es ist den meisten wahrscheinlich bekannt, dass man sich gegen den Wind besser anschleichen kann. Viele Raubtiere nutzen diesen strategischen Vorteil, doch die Kuh weiß damit umzugehen. Sie stellt sich aus diesem Grund immer mit dem Kopf in Windrichtung. Das heißt der Wind kommt immer von hinten so, dass die Seite, von der sich Raubtiere anpirschen könnten, stehts im Blickfeld der Kuh liegt.

Deshalb richten die Tiere ihr Hinterteil beim Fressen automatisch in Richtung des Windes. Winde aus dem Westen kommen vom Atlantik, darum bringen sie oft Regen mit. Deswegen kann man auf schlechtes Wetter schließen, wenn Kühe sich mit ihrem Hinterteil von Osten nach Westen drehen.

An ihrem Verhalten lässt sich aber noch mehr über das Wetter ablesen und erkennen. Nun folgt eine Zusammenfassung welches Verhalten auf welches kommende Wetter hinweist.

Gutes Wetter

Wenn die Kühe in Ruhe auf der Weide grasen ist das ein Zeichen für gutes Wetter. Außerdem zeigt dies ein langsamer und ruhiger Gang zum Stall. Das letzte Zeichen ist ein freudiges Verhalten, wenn die Tiere also glücklich auf der Weide springen.

Regen

Auf Regen kann man sich gefasst machen, wenn man die Kühe am Tages Anfang schnell zur Weide gehen. Sie lassen sich beim Rückweg zum Stall dafür umso mehr Zeit und grasen noch häufig. Ein weiterer Hinweis für Regen ist, wenn die Tiere häufiger Schlafen und weniger Wasser zu sich nehmen.

Gewitter

Ein kommendes Gewitter kann man an Kühen erkennen, die mit vergrößerten Nasenlöchern schnaufen. Weitere Anzeichen können häufiges lecken an der Schnauze, und Ruhelosigkeit sein. Kühe legen sich in diesem Falle selbst bei großer Müdigkeit nicht hin. Das letzte Verhalten, das auf ein Gewitter hinweist ist, wenn die Kühe schnell in den Stall wollen oder bereits vor ihm warten.

Sturm

Wenn Kühe unruhig sind und dauerhaft in Gegenrichtung des Windes fressen. Außerdem kann Schutz suchendes Verhalten an Hecken oder Unterständen, einen anstehenden Sturm sowie Unwetter hindeuten.

Redewendungen

Eine dumme / blöde Kuh

„Eine dumme / blöde Kuh“. Diese Aussage kennt wahrscheinlich jeder. Sie ist eine Beleidigung aus der alltäglichen Sprache und bezieht sich auf ein Mädchen bzw. eine Frau. Heutzutage hört man diesen Satz nicht mehr so häufig. Er ist generell eher kindlich und wird auch meist von jüngeren Personen genutzt.

Eine heilige Kuh

„Eine heilige Kuh“, ist etwas oder jemand, der unantastbar ist. Es ist nicht erlaubt es zu verändern, zu bemängeln oder gar es ganz zu verwerfen. Diese Redewendung kommt aus Indien, wo Kühe wortwörtlich heilig sind.

Das klingt eindrucksvoll oder? Aber denken wir darüber mal einen Moment nach. Sollte es etwas geben das nicht kritisiert oder verändert werden darf? Auch hier fallen dem ein oder anderen ein paar Beispiele ein. Jedoch man sollte sich fragen, ist es im Allgemeinen etwas Gutes? Wer oder was ist schon perfekt und unverbesserlich? Und sollte man Kritik nicht immer ausüben dürfen?

Deshalb kritisiert man mit dieser Redewendung meist etwas. Die Kritik bezieht sich meistens auf einen dringend benötigten Wandel. Daher gibt es auch die Variante: „Eine heilige Kuh/ heilige Kühe schlachten“

Sich melken lassen

Die nächste Redewendung ist sehr kurz. „Sich melken lassen“/ „Eine Kuh sein, die man melken kann“. Das Melken steht dafür von anderen ausgebeutet zu werden.

Das Wort „ausschlachten“ ist vielleicht etwas bekannter. Auch hier ist der Bezug zu Tieren leicht zu erkennen.

Eine Kuh fliegen lassen

„Eine Kuh fliegen lassen“ heißt so viel, wie in einer fröhlichen Stimmung zu sein. Oft bedeutet es auch, dass man eine Party feiern will.

Besser zu Haus ein Ranft Brot als in der Fremde eine ganze Kuh

„Besser zu Haus ein Ranft Brot als in der Fremde eine ganze Kuh“. Dieser Satz drückt eine sichere und risikolose Haltung aus. Er sagt aus, man sollte sich lieber nehmen was man sicher erreichen kann, als etwas kostbareres, das aber nicht so sicher zu erreichen ist.

Milchmädchenrechnung

Dieser Begriff ist eine negative Äußerung gegenüber einem Gedankengang, der wichtige Aspekte auslässt. Durch das Vergessen, dieser Punkte kommt es zu einem falschen Schluss. Es ist also eine abwertende Bemerkung, die eine Überlegung als unvollständig und zu einfach beschreibt.

Die Kuh als Krafttier

Die grundlegenden Eigenschaften

Die Kuh hat als Krafttier viele Eigenschaften. Um nur mal ein paar zu nennen: aus einem anderen Ursprung Kraft zu bekommen, Ergiebigkeit und mütterliche Fürsorge. Klingt das merkwürdig und vielleicht auch nicht ganz verständlich? Im ersten Moment kann das durchaus vorkommen. Aber die Erklärungen und Hintergründe werden dafür sorgen, dass es leicht zu verstehen ist.

Vorab zum Thema Krafttier

Das Wort Krafttier beschreibt ein Tier als eine Art spirituelles Symbol. Dieses steht für gewisse Eigenschaften. Jedes Krafttier hat andere Eigenschaften, auch wenn manche sich ähneln können. Ein Krafttier steht aber immer für mögliche gute und negative Eigenschaften.

Eigenschaften der Kuh als Krafttier

Die Mutter

Die Kuh steht für Ernährung und Pflege. Unter dem Wort Kuh versteht man ein weibliches Rind, das schon ihr erstes Kind geboren hat. Erst wenn es Mutter ist, ist es eine Kuh. Eine Mutter kümmert sich um ihr Kind. Sie bietet ihrem Kind Sicherheit und Mitgefühl. Und genau dafür steht die Kuh als Krafttier. Aber das ist nicht alles. Sie steht ebenso für Herzlichkeit und Freundlichkeit.

Selbstfindung und Kraft

Die anfänglich erwähnte Kraft aus dem Ursprung lässt sich wie folgt erklären: Die Kuh führt einen zu den eigenen inneren Wiesen.
Einfach gesagt: Man findet zu sich selbst. Wenn man bei sich selbst ist, kann man Erfahrungen verarbeiten, sich erholen und wieder neue Energie schöpfen.

Passend zu der Selbstfindung, steht die Kuh für das Verstehen des Wesentlichen. Sie kann aber dennoch in der Lage sein, über den Tellerrand zu schauen.

Durch die Gnade und das Mitgefühl der Kuh wird deutlich, dass Fehler kein Weltuntergang sind. Man sollte seinem Weg folgen und sich verzeihen. Man hat die Stärke zu Ende zu bringen, was man begonnen hat. Die Kuh als Krafttier hat aber auch noch ein schöpferisches Potential sowie Kreativität.

Der Frieden und die Ruhe

Die Kuh besinnt sich auf die Kraft des Herzens, wie man so schön sagt. Sie hört auf ihre Gefühle und ist ganz bei sich. So steht sie auch für Ruhe, Frieden und findet so ihr Lebensglück.
Weitere Eigenschaften, die man einer Kuh zuschreibt, auch ohne sich mit Krafttieren auszukennen, sind Geduld, Ausdauer und eine Intuition für gewisse Dinge.

Im Positiven

Sie hat die wertvolle Eigenschaft der Mütterlichkeit und die Stärke des Herzen. Sie kümmert sich um die, die es wollen und das ohne Wertung. Sie nimmt die Dinge so wie sie kommen. Auch wenn sie von den Geschehen um sich herum weiß, bleibt sie auf ihrem Weg. Außerdem steht sie für Vertrauen und Erholung.

Im Negativen

Krafttiere können, wie anfangs erwähnt, auch für negative Eigenschaften stehen. Die Kuh kann somit auch für Blödheit, Bequemlichkeit und Leichtsinnigkeit stehen. Ebenfalls kann sie für ein Stocken und eine Opferhaltung stehen, sowie sich von anderen ausschlachten zu lassen. Das eigene Potential wird nicht für sich, sondern nur für anderen genutzt.
Die Kuh kann auch ein unerfülltes, immer gleiches Leben mit der Unfähigkeit seine Kräfte für Veränderungen zu nutzen, aufzeigen.

Wann zeigt sich ein Krafttier?

Krafttiere zeigen sich klassischer Weise in Träumen. Natürlich kann man sein Krafttier aber auch in schamanischen Reisen finden.

Zeigt sich uns ein Krafttier ist es eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, auf welche Eigenschaften uns das Krafttier hinweisen möchte.