Skip to main content

„Eisenwarenkrankheit bei Kühen“

Was soll das denn schon wieder sein? Gehen Kühe etwa in den Baumarkt und erkranken dabei? Natürlich nicht.
Verletzen spitze und scharfe Gegenstände – meist aus Metall – den Magen der Kühe dann spricht man von der „Eisenwarenkrankheit.“
Die Magenwand wird dabei durchbohrt und es kommt zu schlimmen Infektionen im Bauchraum. Die Kühe müssen dann oft geschlachtet werden. Dies ist sowohl schmerzhaft bis tödlich für die Tiere, als auch ein wirtschaftlicher Schaden für die Landwirte.

Wie kommen diese Gegenstände in den Kuhmagen?

Hierzu schauen wir uns zuerst einmal die Nahrungsaufnahme der Kühe an. Dazu sollte man wissen, dass Kühe auf der Weide täglich ca. 100 kg Gras fressen müssen, um aus-reichend Nahrung zu sich zu nehmen. Das sind natürlich gewaltige Grasmengen, die die Kuh jeden Tag fressen muss. Dementsprechend passt die Kuh nicht auf, ob sich Fremdkörper in dem abgerissenen Grasbüschel befinden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kuhlippen relativ unempfindlich sind. So kommt es leider öfter vor, dass Stacheldrahtreste, Getränkedosen, Nägel oder was sonst so auf der Weide liegen bleibt im Kuhmagen landet.

Was kann man dagegen tun?

Das Fressverhalten der Kuh kann man nicht ändern. Daher wurden Alternativen gesucht. Die aufgenommenen Fremdkörper sind meist aus Metall. Also versuchte man in den 60ziger Jahren diese mittels Magneten wieder zu entfernen. Mit mäßigem Erfolg. Wie kann man verhindern, dass diese Dinge die Magenwand mit der empfindlichen Magenschleimhaut zerstören? In den folgenden Jahren wurde daher die Idee mit dem Magneten weiterentwickelt. Heute bekommen die Kühe oft vorsorglich einen sogenannten Kuh- oder Käfigmagneten in den Netzmagen eingeführt. Dabei handelt es sich – wie der Name schon sagt – um einen ca. 15 cm langen Magneten mit einem Durchmesser von ca. 3 cm. Dieser ist von einem Käfig aus Plastik umgeben.

Ist das ein wirksamer Schutz?

Ist der Kuhmagnet korrekt platziert und verbleibt er auch dort ist er ein wirkungsvoller Schutz gegen die „Eisenwarenkrankheit“. Allerdings werden ca. 4% der Käfigmagneten beim Widerkäuen wieder aus dem Magen befördert.
Die Kosten für den reinen Käfigmagneten liegen jedoch unter 5,- €. Folglich rechnet sich diese Investition meist schon, wenn nur eine Kuh der Herde dadurch vor der „Eisenwarenkrankheit“ bewahrt wird.

Für mich war dieses Problem bei der Haltung von Kühen und Rindern bisher nicht bekannt. Wusstet ihr davon? Schreibt es mir doch einfach.

Was haben Kühe mit der Zahnbürste zu tun?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Zahngesundheit und der Geschichte der Zahnbürste. 

Wusstest du, dass Zahnbürsten eine zeitlang aus Kuhhaar und Kuhknochen bestanden?

Geschichtliches zum Thema Zahnpflege

Schon vor 3500 Jahren pflegten Ägypter ihre Zähne. Sie spülten jeden Morgen ihre Zähne mit Natron. Ihre Zähne putzen konnten sie jedoch nicht. Die Zahnbürste wurde erst in China 1498 erfunden. Vielleicht wusstet ihr das schon. Sie war zu dieser Zeit allerdings nicht beliebt. Viele dachten nämlich, dass die harten Borsten den Zähnen schaden. Deshalb benutzten die Menschen anfänglich oft weiche Läppchen oder Schwämmchen.

Die Zahnbürste als Kuhprodukt

Im Jahr 1780 wurden in England erstmals Zahnbürsten professionell hergestellt. William Addis fertigte damals seine Zahnbürsten aus Kuhknochen und Kuhborsten. Später verwendete man Rosshaar. Die Zahnbürste war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein Luxusartikel.

Massenartikel

Erst im Jahr 1938 wurde die Zahnbürste mit Nylonbürsten in Massenproduktion hergestellt. Die Bevölkerung sollte daher Zähneputzen. Die Fabrikanten erreichten dies mit ganz unterschiedlichen Produkten. Sie produzierten Zahnbürsten in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Manche leuchten, blinken und machen Musik. Andere werden zur manuelle Nutzung, batteriebetrieben oder elektrisch hergestellt.
Das Ziel war der höchst mögliche Profit. Aber auch die Zahngesundheit der Bevölkerung stieg dadurch. Eine Win-Win-Situation.

 

Kühe schützen vor durch Zecken übertragener Borreliose

Die Wissenschaft hat es bewiesen. Kühe schützen vor Borreliose. Forscher haben bestätigt, das unsere domestizierten Kühe genauso effizient wie ihre wild lebenden Verwandten sind.

Was ist eine Borreliose und wen kann sie befallen ?

Als Borreliose bezeichnet man verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Bakterien der Gattung Borrelia ausgelöst werden. Alle Säugetiere können befallen werden. Der Mensch gehört zur Gattung der Säugetiere.

Wie wird Borreliose auf den Menschen übertragen ?

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt vor allem durch Zecken. Aber auch die Pferdebremse wird als gelegentliche Überträgerin von Borrelien genannt. Jährlich erkranken in Deutschland rund 214.000 Menschen an Borreliose. Erkrankte Hunde und Katzen können weder ihre Dosenöffner noch Artgenossen anstecken.

Hat jede Zecke Borreliose ?

Nein, nicht jede Zecke trägt Borreliose Erreger in sich. Zeckenlarven sind nicht infiziert, da der Erreger nicht von der Mutter vererbt wird. Zecken erwerben also erst den Borreliose Erreger. Dies geschieht in dem sie das Blut eines infizierten Wirtes saugen. Wirte können Mäuse, Ratten, Vögel, Reptilien, Igel, Füchse oder Kaninchen sein. Die Infektionsrate von Zecken schwankt sehr stark und liegt zwischen 5 und 50 Prozent. Das hängt davon ab an welchen Wirten Zecken saugen müssen.

Wie können Kühe vor Borreliose schützen ?

Kurz gesagt, schützen Kühe hauptsächlich vor Borreliose, in dem sie die Infektionskette durchbrechen. Rinderblut tötet den Erreger ab. Saugt eine infizierte Zecke an Kühen verschwindet der Borreliose Erreger. Das bedeutet, dass die Zecke, nachdem sie sich vollgesogen hat und sich zum nächsten Entwicklungsstadium gehäutet hat, für den Menschen nicht mehr gefährlich ist. Diese Zecke kann Menschen nicht mehr infizieren.

Ist das eine Superfähigkeit, die ausschließlich Kühe besitzen ?

Nein, in Untersuchungen zeigte sich, dass Zecken ihren gefährlichen Erreger nicht an Wiederkäuer weitergeben können. Das gilt für Wildtiere wie Reh-, Rot- und Damwild ebenso wie für Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen gleichermaßen. Häufig werden Wiederkäuer deshalb als zoo prophylaktisch betitelt.

Was ist das Geheimnis des Wiederkäuerblutes?

Ein Geheimnis wäre keines, wenn man es wüsste. Doch Spaß beiseite. Weder Wissenschaftler aus der Medizin oder Biologie können erklären, wieso Wiederkäuer Borreliose-Erreger bei Zecken vernichten. Bis jetzt können sie lediglich diesen Effekt wissenschaftlich nachweisen. Diese Forschungen können sie auch mit Studien belegen.

Wiederkäuer machen Zecken etwas gesünder. Na toll, war das schon alles ?

Jetzt kommt etwas, das alle Freunde der Statistik lieben werden. Allgemein kann man sagen, das Zecken sich weniger häufig in Gebieten anstecken, in denen viele Wiederkäuer leben. Die Chance dort einer infizierten Zecke zu begegnen ist viel geringer. Es gibt etwa zehn mal weniger Zecken, auf Weideland von Kühen, Schafen und Ziegen, als auf Waldwegen und Lichtungen ohne Weidetiere.  Doch damit nicht genug. Es gibt ebenfalls Untersuchungen, die belegen, dass in beweideten Gebieten Zecken fünf mal seltener Träger der Borreliose-Erreger sind als in nicht beweideten Gebieten.

Warum sind auf Weideflächen zehn mal weniger Zecken?

Die Antwort liegt in den Bedürfnissen der Zecke an ihren Lebensraums. Zecken lieben höhere Luftfeuchtigkeit, die sie an schattigen Plätzen finden. Solche Plätze finden sich in buschigen, krautigen Vegetationen. Beispiele hierfür sind Waldränder, Brachland, aber auch menschliche Siedlungen. Diese Zonen sind außerdem Lebensräume für viele Wirte. Kleine Säuger, Vögel und Rehwild finden dort Unterschlupf, Deckung, Nistmöglichkeit und Nahrung. So kommen gute Überlebensbedingungen für Zecken zusammen.

Dörfer und Städte sind auch nicht Borreliose frei

Städte und Dörfer locken Ratten, Mäuse und Vögel an. Sie suchen die Nähe zum Menschen bzw. zu unserem Müll. Da diese Tiere oft von Zecken befallen sind, bringen sie uns auch die Borreliose mit.

Fazit

Wiederkäuer können uns prophylaktisch helfen Borreliose einzudämmen. Vielleicht sieht man ja bald auch Kühe in Dörfern, Vororten und Städten, trotz Klimadiskussion. 😉

Out of topic

Wer sich denkt das Zecken und Borreliose eine Neuerscheinung sind, irrt sich. Man hat den Erreger auch bei Zecken nachgewiesen, die über einhundert Jahre in Museen lagen. Sogar bei Ötzi wurde durch einen DNA-Test bewiesen, dass er Kontakt mit dem Erreger hatte.
By the way, auch Zecken sind Opfer von Parasiten. Sie werden zum Beispiel von Schlupfwespen befallen.

Können Kühe schwimmen?

Wahrscheinlich haben sich noch nicht alle über dieses Thema unterhalten oder nachgedacht. Diejenigen, die es schon mal gemacht haben, sind vielleicht schon mal auf eine sehr amüsante Antwort gestoßen.

Kühe können nicht schwimmen, weil wegen Schließmuskel…

Auch ich habe schon erzählt bekommen, dass Kühe nicht schwimmen können. Die Begründung war so witzig, dass ich mir die Antwort einfach merken musste. Sie lautete wie folgt: Kühe können nicht schwimmen, weil sie keinen Schließmuskel haben. Wenn sie im Wasser wären, würden das Wasser einfach in sie einströmen und sie würden untergehen.

Was steckt dahinter? Wahrheit oder Unsinn?

Diese Erklärung ist absoluter Quatsch! Ursprünglich kommt diese Aussage nämlich aus einem satirischen Text. Es wird sich dabei auf einen Professor Doktor Hartmut Andryckzuck bezogen. Dieser existiert aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Begründung hat sich dennoch verbreitet und für eine lange Zeit hartnäckig gehalten.

Fazit

Auch wenn es witzig klingt ist es nur ein Gerücht. Kühe können tatsächlich schwimmen. Sie tun es zwar nur sehr ungern aber sie sind dazu fähig. Es wird in vielen Westernfilmen gezeigt. Dort sieht man wie Cowboys eine Herde durch einen Fluss schicken.

Witze von und mit Kühen, Bullen und anderen Rindviechern

1. Warum haben Kühe eine Glocke um den Hals?

Damit sie beim fressen nicht einschlafen.

2. Stehen zwei Kühe auf der Weide. Sagt die eine: „Muh.“

Sagt die andere: „Mist, das wollte ich auch gerade sagen.“

3. Was ist der kleinste Bauernhof der Welt?

Ein Polizeiauto! Vorne sitzen die Bullen und hinten die armen Schweine.

4. Der Gerichtsvollzieher kommt auf den Bauernhof und pfändet den Bullen.

Fragt der Bauer: „Darf er noch einmal meine Kuh bespringen, bevor sie ihn mitnehmen?“ Der Gerichtsvollzieher stimmt zu. Doch der Bulle versagt, nichts rührt sich, kein Zureden hilft!

„Typisch,“ zürnt der Bauer, „noch keine Stunde beim Staat beschäftigt und schon ist er träge und müde.“

5. Wie viele Ostfriesen braucht man um eine Kuh zu melken?

Acht. Vier halten das Euter fest, die anderen heben die Kuh hoch und runter.

6. Klebt der Bauer an der Mauer, war der Stier mal wieder sauer.

7. „Wo hast du denn das blaue Auge her?“, fragte der Nachbar den Bauern.

„Meine Kuh hat beim Melken mit dem Schwanz um sich gehauen, und um ihr das abzugewöhnen, habe ich ihr einen Ziegelstein an den Schwanz gebunden.“

8. Sagt ne Kuh zum Polizisten: „Mein Mann ist auch Bulle.“

9. Was sagt eine Maus die hinter einer Kuh steht? Mach bloß keinen scheiß!

10. Fritzchen hilft dem Bauer beim Kühefüttern. Doch dann sieht der Bauer, wie Fritzchen Kakaopulver ins Futter streut. Er fragt: „Warum streust du den Kühen Kakaopulver ins Futter?!“ Fritzchen: „Na, damit sie Schokomilch geben.“

11. „Ich habe mit meiner Frau gestern über das heikle Thema Sterbehilfe gesprochen und ihr gesagt, dass wenn ich von Maschinen am Leben gehalten würde und ich meine Nahrung aus Flaschen zu mir nehme, sie doch bitte die Maschinen abschalten soll. Daraufhin hat sie mein Bier weggeschüttet und den Fernseher und Computer abgeschaltet. So eine blöde Kuh.“

12. Was ist das Gute daran, wenn ein Vogel dir auf den Kopf kackt? Das Kühe nicht fliegen können .

13. Eine Kuh schläft unruhig, sie wälzt sich hin und her. Eine andere fragt: „Hey, kannst du nicht schlafen?“ – „Nee, heute ist doch Vollmilch…!“

14. Wieso darf eine Kuh nicht sauer werden…Sonst Schmeckt die Milch nicht mehr.

15. Wie nennt man eine Kuh auf Skiern? =MU-SCHI=

16. Was machen Kühe tödliches ohne zu sterben? Ins Gras beißen!

17. Wo machen Kühe Urlaub? In Kuhba

18. Was ist der Unterschied zwischen Feminismus und Rinderwahnsinn? Das eine betrifft nur Kühe und das andere ist dem Bauern sein Problem.

19. Was sagt ein Engländer, wenn ihm seine Kuh davonläuft? – Oxford

20. Wie lacht eine Kuh? -Muhhahahaha

21. Warum enthält die Milch Fett? Damit es nicht quietscht beim Melken.

22. Und dann war da noch die Kuh, die keinen Mist mehr machen wollte…

23. Sagt der eine Bauer zum anderen:
„Sag mal, rauchen deine Kühe?“
„Nein!“
„Dann brennt wohl dein Stall!“

24. Trifft eine Kuh ein Schaf.
Sagt das Schaf: „Määh!“
Sagt die Kuh: „Tut mir leid, ich spreche keine Fremdsprachen!“

25. Warum kann eine Kuh nicht Fahrrad fahren? 
Weil sie keinen Daumen zum Klingeln hat!!!

26. Was ist eine Kuh mit einem Regenschirm? 
Ein überspanntes Rindvieh.

27. Wo stehen Kühe wenn es regnet?
Natürlich im Regen.

28. Ein Städter kommt in die Berge und fragt den Bauern, der Kühe weidet, nach der Uhrzeit. Darauf hebt der Bauer das Euter der Kuh und sagt: „Zwölf!“. „Donnerwetter“, staunt der Städter, „an der Schwere des Euters können Sie genau feststellen, wie spät es ist!?“ „Nein“, sagte der Bauer. „Wenn ich das Euter anhebe, kann ich die Kirchturmuhr sehen.“

29. Sagt die eine Kuh zur anderen: „Warum ist denn die Olga so mager geworden?“

„Weil sie abergläubisch ist. Sie frisst nur noch vierblättrigen Klee!“

30. Ein Ochse kommt ins Philosophieren: „Ein Glück, dass ich kein Stier bin. Dann müsste ich Kühe lieben. Wer hat schon gern ein Rindvieh zur Frau?“

31. Wie nennt man eine Kuh, die beide Geschlechter liebt? Bi-Fi

32. Was ist der Unterschied zwischen einem Kuhschwanz und einer Krawatte? Der Kuhschwanz bedeckt das ganze Arschloch.

33. Eine Katze jagt eine Maus. Die Maus rennt in einen Kuhstall und sagt zur Kuh: „Bitte mach einen Kuhfladen auf mich drauf, dann wird mich die Katze nicht finden.“ Die Kuh tut der Maus den Gefallen. Doch der Schwanz der Maus guckt aus dem Kuhfladen heraus, so dass die Katze die Maus doch zu packen kriegt. Und die Moral von der Geschicht? Nicht alle die dich aus der Scheiße ziehen sind deine Freunde, und nicht alle die dich bescheißen sind deine Feinde.

34. Zwei Kinder gehen über eine Kuhweide. Auf einmal sehen sie einen Kuhfladen. Sie bleiben stehen und der eine fragt: „Ist das Schokolade?“ Der andere meint: „Weiß nicht so recht…“ Spontan steckt der eine seinen Finger hinein und steckt ihn sich in den Mund. „Und?“, fragt der andere. „Weiß nicht so recht…“ Nun probiert auch noch der zweite. „Nein, ich glaube das ist Kuhscheisse.“ Der eine glaubt ihm das nicht ganz und versucht nochmal…“Hast recht. Zum Glück sind wir nicht reingetreten.“

35. Ein Fliege sitzt auf einem Kuhfladen. Da kommt eine andere und fragt: „Soll ich dir einen echt super Witz erzählen?“ Da meint die erste: „Aber bitte keinen ekligen, ich bin gerade am Essen!“

36. Treffen sich Microsoft und ein Kuhfladen. Fragt der Kuhfladen: Was bist du? Antwortet Microsoft: Ich bin ein Betriebssystem. Lacht der Kuhfladen und erwidert: Wenn du ein Betriebssystem bist, dann bin ich eine Sachertorte.

37. Wo hängt eine Kuh ihre Bilder auf? – Im Muhseum

Die Geschichte zwischen Mensch und Kuh

Bis zum 9 Jahrhundert v. Chr. jagten wir Menschen Kühe wie Wild. Ab dem 9 Jahrhundert v. Chr. begann die Domestizierung.

Der Aha-Effekt während der Domestizierung

Während der Domestizierung stellt sich die Kuh als einzigartiges Tier heraus. Doch was macht sie so einzigartig? Kein anderes Lebewesen kann dort fressen, wo es sich auch entleert. Das ist der optimale Fall. Man entnimmt Produkte (im Fall der Kuh, das Gras) und erhält dafür eine Bodenverbesserung. Das ist wirklich außergewöhnlich und gibt es sonst bei keinem anderen Tier.

Perfekt oder?

Die Kuh hat mit ihrer Einzigartigkeit also dazu beigetragen, das der Mensch sesshaft werden konnte. Ein Umherziehen um neues Weideland zu erschließen war nicht mehr nötig.

Produkte

Im oben stehenden Bild kann man sehr schnell erkennen, womit uns die Kuh versorgt.


Milch : für Milch und Milchprodukte wie z. B. Quark, Butter, Käse, Joghurt, Sahne

Fleisch: als Nahrung z. B. für Trockenfleisch, Braten, Schnitzel, Wurst, …

Fell: 

  • für den Wohnbereich als Teppich oder Wandbehang
  • für Behältnisse als Tragbeutel (Rucksack), Trinkschlauch, Tasche später als Koffer
  • für Kleidung aus Leder, für Umhänge, Jacken und Mänteln, auch für Pelzstiefel, Mützen, Handschuhe, Kissenbezüge , Schuhe usw.
  • für Schriftstücke als Pergament
  • für Musikinstrumente als z.B. Trommelhaut
  • für den Krieg als Schildbespannung, Bogenbau usw.

Horn: für Knöpfe, Schalen, Kämme, Trinkgefäße, Besteck, Blasinstrumente

Knochen: für Knochenleim und Waffenherstellung

Fett (Talg): für Seife, Kerzen, Salben, …

Haar: für Rindshaarpinsel

Därme: für Wursthäute

Innereien: für Würste, als Delikatesse (Beuschel, Kutteln, Kalbsbries, …)

Kuhfladen: als Dünger, Brennstoff, Hausbau

Arbeitskraft: für Karren und Pflüge

Die Kuh wurde also wirklich zu fast 100% verwertet.

Das sich diese an sich perfekte Symbiose zwischen Kuh und Mensch verändert hat, darauf gehe ich in einem anderen Artikel ein.

Der Star und die Kuhfladen

Das Kuhfladen so wichtig sind, war mir bisher gar nicht bewusst.

Ich habe für eine lange Zeit gedacht Kuhfladen sind nur hässliche Übel. Sie sehen weder schön aus, noch riechen sie gut. Doch Kuhfladen sind mehr als nur ein Dünger. Wofür sie gut und wichtig sind, wird in diesem Beitrag noch gezeigt.

Der Star….

Jeder kennt das Lied: Alle Vögel sind schon da. In der zweiten Strophe darin heißt es:
Wie sie alle lustig sind, flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar
wünschen dir ein frohes Jahr, lauter Heil und Segen.

2018 kürte der NABU den Star zum Vogel des Jahres. Der Star ist einer der häufigsten Vogelarten Deutschlands und dennoch wurde er auch von Naturschützer übersehen. Seine Bestandszahlen sind massiv rückläufig.

Warum Stare mittlerweile immer seltener in Deutschland leben…

Einfach erklärt könnte man sagen, dass der Star immer seltener Bedingen findet um hier Futter zu finden und um brüten zu können. Nun zurück zum Kuhfladen.

Was hat sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten geändert?

In Deutschland gibt es immer weniger Wälder und mehr Kühe, die in Stallungen ganz jährig gehalten werden. Weniger Wälder bedeuten weniger Baumhöhlen. Baumhöhlen braucht der Star aber zum Brüten. Mehr Kühe in Stallungen bedeutet weniger Kühe auf Weiden. Weniger Kühe auf Wiesen bedeutet weniger Kuhfladen. Weniger Kuhfladen bedeutet weniger Insekten und Würmer. Weniger Nahrung bedeutet eine schwierigere Nahrungssuche.

Der Kuhreiher – Ein Freund und Helfer der Kühe

Habt ihr schon einmal etwas von Kuhreihern gehört?

Nur keine Sorge! Das sind keine Kühe, die sich übergeben. Es handelt sich hierbei um eine Vogelart. Diese kommt fast auf der ganzen Welt vor, mit Ausnahme der Antarktis. Sie sind sehr gesellige Vögel und brüten in großen Schwärmen.

Wie kommt der Kuhreiher zu seinem Namen ?

Die Erklärung ist ganz einfach. Kuhreiher findet man häufig in einer Herde auf Weiden. Er ist nicht so sehr an das Wasser gebunden wie andere Reiher. Die Nahrung der meisten Reiher befindet sich an beziehungsweise in Flüssen. Beim Kuhreiher ist das anders. Zurück zu den Weiden. Viele von ihnen werden von Kühen beweidet. Der Kuhreiher bewegt sich oftmals zwischen Kühen. Außerdem er sitzt auch gerne auf ihren Rücken. So kommt er zu seinem Namen.

Aber warum ist der Kuhreiher in Herden ?

Die Antwort ist simpel. Der Kuhreiher findet dort seine Nahrung. Große Tiere wie Schafe, Pferde oder Kühe schrecken Kleinstlebewesen und Insekten auf. Das ist für den Kuhreiher wie ein gut gedeckter Tisch. Er braucht sich nur noch zu bedienen. Oft findet man den Kuhreiher auch auf dem Rücken anderer großer Tiere. Diese lassen sich das auch gerne gefallen. Der Kuhreiher pickt nämlich aus deren Fell Parasiten. Er wird satt und die Kuh ist die Parasiten los. Eine Win-Win-Situation (so ein Zusammenleben nennt man auch Symbiose).

Zwischenzeitlich hat sich der Kuhreiher auch der modernen Zeit angepasst und folgt nicht nur noch Tieren. Er hat erkannt, dass auch hinter einem Traktor Insekten aufgeschreckt werden.   

Kuhschubsen

Was ist Kuhschubsen?

Immer wieder geistern Geschichten über das Kuhschubsen durch die Medien. Kuhschubsen wird auch Küheschubsen oder cow-tipping genannt. In den Geschichten wird immer wieder behauptet, dass man im Stehen schlafende Kühe erschrecken und umwerfen könne.

Geht das überhaupt?

  1. Kühe schlafen nicht im Stehen. Kühe dösen höchstens mal. Sie können nicht wie Pferde ihre Beine versteifen. Kühe schlafen im Liegen.
  2. Kühe wiegen durchschnittlich 700kg. Ein Mensch alleine wird eine Kuh alleine nicht umstoßen können.
  3. Da Kühe im Stehen nicht schlafen, sondern dösen merken sie schnell ein solches Vorhaben. Sie reagieren im Normalfall mit Flucht oder Gegenangriff.

Woher kommen solche Geschichten?

Ländlich lebende Menschen werden gern von Städtern belächelt. Gern werden sie als dümmlich oder einfältig dargestellt. Kein Wunder, das lustige, ländlich lebende Zeitgenossen, Städtern gern mal einen Bären aufbinden. Die Geschichten von angetrunkenen, jugendlichen Dörflern die nachts Kühe umstoßen sind wohl eine Revanche.

Kuhschubsen ist also nur eine moderne Sage. Kuhschubsen= Urban Legend

Wissenswertes in Kurzform

Wusstest du schon, dass …..  

-Kühe zu den Stirnwaffenträgern gehören, genauso wie Einhörner, Wikinger und Dinosaurier? 😉 Spaß bei Seite.  

– Kühe zu den Stirnwaffenträgern, der Familie der Hornträger, der Unterfamilie der Bovinae (hauptsächlich Rinder und Waldböcke), der Gattung eigentliche Rinder, der Art der Auerochsen, und der Unterart Hausrind gehören?

– das weibliche Hausrind erst nach dem ersten kalben als Kuh bezeichnet wird? Vorher nennt man es Färse oder Kalbin.

– das Hausrind die domestizierte Form des eurasischen Auerochsen ist? Es wurde wegen seines Fleisches, der Milch und der Leistung als Zugtier gezähmt.

– das in vielen nomadisch und weidewirtschaftlich geprägten Kulturen Kühe und Rinder als Statussymbol und Gradmesser des Vermögens gelten? Dementsprechend werden Sie dort nur in Notlagen geschlachtet. Insbesondere in Indien werden sie bis heute religiös verehrt.

– Kühe oft Markenzeichen für Milch oder Milchprodukte sind? Besonders bekannt dürfte eine lila Kuh sein. xD

– Kühe vor Entwicklung humaner Antiseren auch Antiserum-Lieferanten waren?

– weibliche Rinder in der Regel friedfertiger sind als männliche? Es sei denn, es handelt sich um Mutterkühe, die ihr Kalb in Gefahr sehen und nur selten Kontakt zu Menschen haben. So sind schon mehrere Fälle dokumentiert, in denen Kühe Menschen töteten.

– ausgewachsene Kühe zwischen 500kg und 800 kg wiegen.

– die Lebenserwartung von Kühen maximal 20 Jahre beträgt.

– Kühe Pflanzenfresser sind und als Wiederkäuer die Nahrung viel besser verwerten können als z. B. Pferde? Diese können jedoch das Gras besser abfressen.

– die Nahrung vier Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) durchläuft.

– bei der Verdauung der Nahrung im Pansen kohlendioxid- und methanhaltige Fermentationsgase entstehen, die von den Kühen herausgerülpst werden?

– Kuhfladen einen hohen Brennwert haben und daher insbesondere in Entwicklungsländern auch als raucharmer Brennstoff genutzt werden?

– eine Kuh am Tag beim Fressen ca. 30.000 Kaubewegungen macht und ca. 150 Liter Speichel produziert?

– Kühe an heißen Tagen bis zu 180 Liter Wasser trinken und dabei bis zu 25 Liter in der Minute?

– Hochleistungskühe bei optimalen Bedingungen weit über 10.000 Liter Milch im Jahr produzieren?

– wenn Kühe die Wahl haben sich genauso häufig für Fellpflege wie für Fressen entscheiden?

– Kühe auf Wildwiesen mit Kräutern, Büschen und Bäumen sich instinktiv das richtige Futter suchen um Krankheiten zu behandeln?

– die Fleisch- und Milchqualität abhängig vom Weideland ist.

– Kühe ihre Hörner benutzen um ihre Kräfte zu messen, zur Fellpflege, Rangordnungskämpfe, Körpersprache, Temperaturregulation, Fühler und zur Verdauung.