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Kühe schützen vor durch Zecken übertragener Borreliose

Die Wissenschaft hat es bewiesen. Kühe schützen vor Borreliose. Forscher haben bestätigt, das unsere domestizierten Kühe genauso effizient wie ihre wild lebenden Verwandten sind.

Was ist eine Borreliose und wen kann sie befallen ?

Als Borreliose bezeichnet man verschiedene Infektionskrankheiten, die durch Bakterien der Gattung Borrelia ausgelöst werden. Alle Säugetiere können befallen werden. Der Mensch gehört zur Gattung der Säugetiere.

Wie wird Borreliose auf den Menschen übertragen ?

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt vor allem durch Zecken. Aber auch die Pferdebremse wird als gelegentliche Überträgerin von Borrelien genannt. Jährlich erkranken in Deutschland rund 214.000 Menschen an Borreliose. Erkrankte Hunde und Katzen können weder ihre Dosenöffner noch Artgenossen anstecken.

Hat jede Zecke Borreliose ?

Nein, nicht jede Zecke trägt Borreliose Erreger in sich. Zeckenlarven sind nicht infiziert, da der Erreger nicht von der Mutter vererbt wird. Zecken erwerben also erst den Borreliose Erreger. Dies geschieht in dem sie das Blut eines infizierten Wirtes saugen. Wirte können Mäuse, Ratten, Vögel, Reptilien, Igel, Füchse oder Kaninchen sein. Die Infektionsrate von Zecken schwankt sehr stark und liegt zwischen 5 und 50 Prozent. Das hängt davon ab an welchen Wirten Zecken saugen müssen.

Wie können Kühe vor Borreliose schützen ?

Kurz gesagt, schützen Kühe hauptsächlich vor Borreliose, in dem sie die Infektionskette durchbrechen. Rinderblut tötet den Erreger ab. Saugt eine infizierte Zecke an Kühen verschwindet der Borreliose Erreger. Das bedeutet, dass die Zecke, nachdem sie sich vollgesogen hat und sich zum nächsten Entwicklungsstadium gehäutet hat, für den Menschen nicht mehr gefährlich ist. Diese Zecke kann Menschen nicht mehr infizieren.

Ist das eine Superfähigkeit, die ausschließlich Kühe besitzen ?

Nein, in Untersuchungen zeigte sich, dass Zecken ihren gefährlichen Erreger nicht an Wiederkäuer weitergeben können. Das gilt für Wildtiere wie Reh-, Rot- und Damwild ebenso wie für Nutztiere wie Rinder, Schafe und Ziegen gleichermaßen. Häufig werden Wiederkäuer deshalb als zoo prophylaktisch betitelt.

Was ist das Geheimnis des Wiederkäuerblutes?

Ein Geheimnis wäre keines, wenn man es wüsste. Doch Spaß beiseite. Weder Wissenschaftler aus der Medizin oder Biologie können erklären, wieso Wiederkäuer Borreliose-Erreger bei Zecken vernichten. Bis jetzt können sie lediglich diesen Effekt wissenschaftlich nachweisen. Diese Forschungen können sie auch mit Studien belegen.

Wiederkäuer machen Zecken etwas gesünder. Na toll, war das schon alles ?

Jetzt kommt etwas, das alle Freunde der Statistik lieben werden. Allgemein kann man sagen, das Zecken sich weniger häufig in Gebieten anstecken, in denen viele Wiederkäuer leben. Die Chance dort einer infizierten Zecke zu begegnen ist viel geringer. Es gibt etwa zehn mal weniger Zecken, auf Weideland von Kühen, Schafen und Ziegen, als auf Waldwegen und Lichtungen ohne Weidetiere.  Doch damit nicht genug. Es gibt ebenfalls Untersuchungen, die belegen, dass in beweideten Gebieten Zecken fünf mal seltener Träger der Borreliose-Erreger sind als in nicht beweideten Gebieten.

Warum sind auf Weideflächen zehn mal weniger Zecken?

Die Antwort liegt in den Bedürfnissen der Zecke an ihren Lebensraums. Zecken lieben höhere Luftfeuchtigkeit, die sie an schattigen Plätzen finden. Solche Plätze finden sich in buschigen, krautigen Vegetationen. Beispiele hierfür sind Waldränder, Brachland, aber auch menschliche Siedlungen. Diese Zonen sind außerdem Lebensräume für viele Wirte. Kleine Säuger, Vögel und Rehwild finden dort Unterschlupf, Deckung, Nistmöglichkeit und Nahrung. So kommen gute Überlebensbedingungen für Zecken zusammen.

Dörfer und Städte sind auch nicht Borreliose frei

Städte und Dörfer locken Ratten, Mäuse und Vögel an. Sie suchen die Nähe zum Menschen bzw. zu unserem Müll. Da diese Tiere oft von Zecken befallen sind, bringen sie uns auch die Borreliose mit.

Fazit

Wiederkäuer können uns prophylaktisch helfen Borreliose einzudämmen. Vielleicht sieht man ja bald auch Kühe in Dörfern, Vororten und Städten, trotz Klimadiskussion. 😉

Out of topic

Wer sich denkt das Zecken und Borreliose eine Neuerscheinung sind, irrt sich. Man hat den Erreger auch bei Zecken nachgewiesen, die über einhundert Jahre in Museen lagen. Sogar bei Ötzi wurde durch einen DNA-Test bewiesen, dass er Kontakt mit dem Erreger hatte.
By the way, auch Zecken sind Opfer von Parasiten. Sie werden zum Beispiel von Schlupfwespen befallen.

Können Kühe schwimmen?

Wahrscheinlich haben sich noch nicht alle über dieses Thema unterhalten oder nachgedacht. Diejenigen, die es schon mal gemacht haben, sind vielleicht schon mal auf eine sehr amüsante Antwort gestoßen.

Kühe können nicht schwimmen, weil wegen Schließmuskel…

Auch ich habe schon erzählt bekommen, dass Kühe nicht schwimmen können. Die Begründung war so witzig, dass ich mir die Antwort einfach merken musste. Sie lautete wie folgt: Kühe können nicht schwimmen, weil sie keinen Schließmuskel haben. Wenn sie im Wasser wären, würden das Wasser einfach in sie einströmen und sie würden untergehen.

Was steckt dahinter? Wahrheit oder Unsinn?

Diese Erklärung ist absoluter Quatsch! Ursprünglich kommt diese Aussage nämlich aus einem satirischen Text. Es wird sich dabei auf einen Professor Doktor Hartmut Andryckzuck bezogen. Dieser existiert aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Begründung hat sich dennoch verbreitet und für eine lange Zeit hartnäckig gehalten.

Fazit

Auch wenn es witzig klingt ist es nur ein Gerücht. Kühe können tatsächlich schwimmen. Sie tun es zwar nur sehr ungern aber sie sind dazu fähig. Es wird in vielen Westernfilmen gezeigt. Dort sieht man wie Cowboys eine Herde durch einen Fluss schicken.

Wissenswertes in Kurzform

Wusstest du schon, dass …..  

-Kühe zu den Stirnwaffenträgern gehören, genauso wie Einhörner, Wikinger und Dinosaurier? 😉 Spaß bei Seite.  

– Kühe zu den Stirnwaffenträgern, der Familie der Hornträger, der Unterfamilie der Bovinae (hauptsächlich Rinder und Waldböcke), der Gattung eigentliche Rinder, der Art der Auerochsen, und der Unterart Hausrind gehören?

– das weibliche Hausrind erst nach dem ersten kalben als Kuh bezeichnet wird? Vorher nennt man es Färse oder Kalbin.

– das Hausrind die domestizierte Form des eurasischen Auerochsen ist? Es wurde wegen seines Fleisches, der Milch und der Leistung als Zugtier gezähmt.

– das in vielen nomadisch und weidewirtschaftlich geprägten Kulturen Kühe und Rinder als Statussymbol und Gradmesser des Vermögens gelten? Dementsprechend werden Sie dort nur in Notlagen geschlachtet. Insbesondere in Indien werden sie bis heute religiös verehrt.

– Kühe oft Markenzeichen für Milch oder Milchprodukte sind? Besonders bekannt dürfte eine lila Kuh sein. xD

– Kühe vor Entwicklung humaner Antiseren auch Antiserum-Lieferanten waren?

– weibliche Rinder in der Regel friedfertiger sind als männliche? Es sei denn, es handelt sich um Mutterkühe, die ihr Kalb in Gefahr sehen und nur selten Kontakt zu Menschen haben. So sind schon mehrere Fälle dokumentiert, in denen Kühe Menschen töteten.

– ausgewachsene Kühe zwischen 500kg und 800 kg wiegen.

– die Lebenserwartung von Kühen maximal 20 Jahre beträgt.

– Kühe Pflanzenfresser sind und als Wiederkäuer die Nahrung viel besser verwerten können als z. B. Pferde? Diese können jedoch das Gras besser abfressen.

– die Nahrung vier Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) durchläuft.

– bei der Verdauung der Nahrung im Pansen kohlendioxid- und methanhaltige Fermentationsgase entstehen, die von den Kühen herausgerülpst werden?

– Kuhfladen einen hohen Brennwert haben und daher insbesondere in Entwicklungsländern auch als raucharmer Brennstoff genutzt werden?

– eine Kuh am Tag beim Fressen ca. 30.000 Kaubewegungen macht und ca. 150 Liter Speichel produziert?

– Kühe an heißen Tagen bis zu 180 Liter Wasser trinken und dabei bis zu 25 Liter in der Minute?

– Hochleistungskühe bei optimalen Bedingungen weit über 10.000 Liter Milch im Jahr produzieren?

– wenn Kühe die Wahl haben sich genauso häufig für Fellpflege wie für Fressen entscheiden?

– Kühe auf Wildwiesen mit Kräutern, Büschen und Bäumen sich instinktiv das richtige Futter suchen um Krankheiten zu behandeln?

– die Fleisch- und Milchqualität abhängig vom Weideland ist.

– Kühe ihre Hörner benutzen um ihre Kräfte zu messen, zur Fellpflege, Rangordnungskämpfe, Körpersprache, Temperaturregulation, Fühler und zur Verdauung.